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Freitag, 5. Juni 2020

Mit dem Lastenfahrrad zu den Blühwiesen

Der Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Naturschutz hat für die Gemeinde Hagen umfangreiche Beschlüsse auf den Weg gebracht. (Foto: Wolfgang Elbers) Der Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Naturschutz hat für die Gemeinde Hagen umfangreiche Beschlüsse auf den Weg gebracht. (Foto: Wolfgang Elbers)

NOZ-Artikel vom 5.6.2020 von Jakob Patzke

Naturschutzpaket für Hagen beschlossen

Hagen: Als sich der Hagener Klima-, Umwelt- und Naturschutzausschuss am Mittwochabend in der Turnhalle der Grundschule St. Martin getroffen hat, gab es eine Menge zu diskutieren. Nachhaltigkeit und Förderprogramme waren dabei die bestimmenden Themen. Der Ausschuss demonstrierte Geschlossenheit.

„Eine Richtlinie – sieben Schwerpunkte“: Das ist das Motto des Förderprogramms, das die Verwaltung der Gemeinde Hagen in der Ausschusssitzung vorgestellt hat. Die Kommune am Teutoburger Wald engagiert sich schon seit Längerem im Umwelt- und Klimaschutz. So förderte die Gemeinde bisher die Installation von Solaranlagen und die umweltgerechte Behandlung von Regenwasser. Zudem wurde die Anpflanzung von Obstbäumen bezuschusst.Schwerpunkte

Nun hat der Ausschuss vier weitere Schwerpunkte auf den Weg gebracht. Neben den Solaranlagen sollen auch Fotovoltaikanlagen gefördert werden. Des Weiteren gibt es eine Bezuschussung von sogenannten Wallboxen (zur Aufladung von Elektroautos). Der Einsatz von Lastenrädern soll gefördert werden, und auch die Anlegung von Blühwiesen möchte der Ausschuss unterstützen.

Vor der Annahme des Beschlusses wurde das Förderprogramm parteiübergreifend gelobt. Rainer Summe-Frankenberg von der CDU sprach von einem tollen Gesamtpaket, das innovativ, umfangreich und zeitgemäß sei. „Es gibt in den anderen Kommunen kein vergleichbares Konzept wie in Hagen“, ergänzte sein Parteikollege Bastian Spreckelmeyer. SPD-Mitglied Brigitte Vinke-Borgelt begrüßte das Förderprogramm, auch wenn bei manchen Punkten noch nachgebessert werden könne. Georg Hehemann von den Grünen hob vor allem die Förderung der Lastenräder hervor.Klimaneutrales Erdgas

Einigkeit zeigte der Ausschuss auch bei der Verabschiedung des Beschlusses über das Angebot für klimaneutrales Erdgas. „Die Gemeinde Hagen hat als erste Kommune bei den Stadtwerken Lengerich eine Anfrage für einen klimaneutralen Erdgasbezug gestellt“, erklärte Isabell Mindrup von der Verwaltung. Mit diesem Vorhaben solle der CO2-Ausstoß verringert werden. Alle Parteien begrüßten das Vorhaben, so auch der FDP-Politiker Lutz Haunhorst. „Wir wollen immer mehr Klimaneutralität.“

Mit diesen Beschlüssen ist der Prozess zur Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit für die Gemeinde Hagen jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Dabei orientiert sich die Kommune auch, so wurde es auf der Ausschusssitzung deutlich, an den 17 Zielen der Vereinten Nationen zu einer nachhaltigen Entwicklung.

In Zusammenarbeit mit der UAN (kommunale Umweltaktion in Hannover) sollen dabei vom Umweltministerium geförderte Projekte umgesetzt werden, die am Ende eine Auszeichnung mit Nachhaltigkeitslabel vorsehen. Gleichzeitig soll in Gellenbeck auf Initiative des Hagener Umweltschutzbeauftragten Ulrich Elixmann ein naturnaher Garten entstehen.Reichlich Arbeit

Somit bleibt für den Klima-, Umwelt- und Naturschutzausschuss der Gemeinde Hagen weiterhin reichlich zu tun, auch wenn bei der öffentlichen Sitzung in der Sporthalle der Grundschule St. Martin schon vieles beschlossen wurde.