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Donnerstag, 4. Juni 2020

Wärmepumpe und zentraler Stromspeicher

Für das Baugebiet am Johann-Spratte-Weg wurde ein spezielles Energiekonzept entwickelt und nun verabschiedet (Archivfoto von Gert Westdörp) Für das Baugebiet am Johann-Spratte-Weg wurde ein spezielles Energiekonzept entwickelt und nun verabschiedet (Archivfoto von Gert Westdörp)

NOZ-Artikel vom 4.6.2020 von Jakob Patzke

Lob und Kritik: Energiekonzept für Hagener Baugebiet am Johann-Spratte-Weg verabschiedet

Hagen Es hatte sich zuvor angedeutet, nun ist es beschlossene Sache: Der Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Naturschutz hat ein Energiekonzept für das Baugebiet „Östlich Johann-Spratte-Weg“ in Hagen verabschiedet. Neben viel Lob gab es im Ausschuss jedoch auch kritische Stimmen.

Bereits vergangene Woche hatte die Hagener SPD mitgeteilt, dass das Energiekonzept für die zukünftigen Grundstückserwerber und Flächeneigentümer am Johann-Spratte-Weg ein schlüssiges, regeneratives und bezahlbares Nah-/Kalt-Wärmenetz vorsehe. Wichtige Komponenten seien bei diesem Konzept die Wärmepumpe, über die das gesamte Baugebiet versorgt werde, und ein zentraler Stromspeicher sowie weitere individuelle Maßnahmen wie zum Beispiel Fotovoltaikanlagen oder die Regenwassernutzung.

Für das Energiekonzept gab es vonseiten des Ausschusses viel Lob. „Das Konzept ist wirtschaftlich attraktiv und ökologisch sinnvoll für ein Quartierskonzept mit Vorbildcharakter“, unterstrich Bastian Spreckelmeyer von der CDU auf der Ausschusssitzung am Mittwochabend, die wegen der Schutzmaßnahmen bezüglich des Coronavirus in der Sporthalle der Grundschule St. Martin stattfinden musste. Reinhard Wittke (SPD) bezeichnete es als unglücklich, dass die Bauherren nur die Zusage für das Grundstück erhalten, wenn sie dem Energiekonzept zustimmen.

FDP-Mitglied Lutz Haunhorst ging sogar so weit und entschuldigte sich bei den Bauherren dafür, dass während der Ausarbeitung des Konzeptes die Kommunikation mit der Öffentlichkeit nicht immer sauber abgelaufen sei. Hier intervenierte Hagens Bürgermeister Peter Gausmann entschieden. „Während des Prozesses war die Öffentlichkeit immer hergestellt. Die Bauherren wurden über das Energiekonzept informiert.“

Schlussendlich verabschiedete der Ausschuss den Beschluss über das Energiekonzept für das Baugebiet am Johann-Spratte-Weg.

Michael Grimmelsmann von der CDU erkundigte sich abschließend bei Bürgermeister Peter Gausmann, ob das Energiekonzept nur auf das Baugebiet begrenzt ist oder ob man sich eine Ausweitung vorstellen könne. Laut Gausmann ist die erforderliche Technik für ein solches Vorhaben geeignet, zudem gehe er davon aus, dass der Energieversorger TEN entsprechend expandieren kann. Eine Ausweitung über das Baugebiet hinaus sei also denkbar, so der Bürgermeister.